Eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang ist Tagwacht

Im Gegensatz zu den meisten Waldbewohnern wird das Eichhörnchen im Morgengrauen aktiv. Dabei ist es außerordentlich pünktlich: jeden Morgen eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang krabbelt es aus seinem Nest.

Während der Morgenstunden ist es am aktivsten und über die heißesten Mittagsstunden ruht es sich aus. Gegen Abend nimmt es seine Tätigkeiten wieder auf und vor Sonnenuntergang legt es sich wieder schlafen.

Dieser regelmäßige Tagesablauf wird durch die Witterungsverhältnisse manchmal gestört. Steigen die Temperaturen über 25 Grad, verziehen sich Eichhörnchen in ihre Nester. Dies tun sie ebenfalls, wenn es sehr stark windet.

Im Winter schlafen Eichhörnchen fast den ganzen Tag, nur am Morgen suchen sie sich die nötige Nahrung zusammen. Sie halten aber keinen eigentlichen Winterschlaf.

Tannenzapfen und Bucheckern sind beliebter als Haselnüsse

Eichhörnchen investieren 60 bis 80% ihrer aktiven Zeit in die Nahrungssuche. Die Zusammensetzung der Vegetationsdecke spielt eine wichtige Rolle: Mischwälder bieten eine abwechslungsreichere und stabilere Nahrungsgrundlage als Fichten-Monokulturen, welche nicht jährlich Früchte tragen. Für das Eichhörnchen ist das Alter der Bäume wichtiger als die artliche Zusammensetzung, da es auf Baumsamenkörner angewiesen ist, die erst von einem gewissen Alter der Bäume an produziert werden. Kiefern tragen als früheste unter den Koniferen schon nach 20 Jahren Zapfen. Buchen bilden erst nach 80 Jahren Samen. Außerdem wechselt die Samenbildung von Jahr zu Jahr. Eichhörnchen können sich nur dort ständig halten, wo die Samenbildung aufgrund der Zusammensetzung der Baumbestände nach Art und Alter nie völlig versiegt. Die Nahrung der Eichhörnchen besteht aus Samen, Trieben und Knospen von Nadelbäumen, jedoch auch Beeren, Pilzen Bucheckern. Haselnüsse und den Blüten verschiedener Laub- und Nadelbäume sowie Blumen. Eichhörnchen haben im Gegensatz zu Grauhörnchen große Mühe, Eicheln zu verdauen. Seltener fressen Eichhörnchen auch Insekten, Eier oder junge Vögel. Ihren Durst stillen Eichhörnchen frühmorgens nach dem Aufstehen an einer Wasserlache oder im Winter mit etwas Schnee.

Im Winter bilden Fichtenknospen die Hauptnahrung. Trotzdem haben Fichtenwälder auch Vorteile: Wenn sie Bäume unterschiedlichen Alters beinhalten, bieten sie neben Nahrung auch einen guten Schutz gegen Wind und Unwetter. Obwohl man die possierlichen Tierchen noch überall in den Wäldern zu Gesicht bekommt, sieht ihre Zukunft nicht rosig aus. Ihre bevorzugte Waldheimat wird ständig kleiner und gleichförmiger.

 

Eichhörnchen brauchen einen Wintervorrat

Berühmt ist das Eichhörnchen für seine Vorratshaltung. Es legt während der Zeiten mit Nahrungsüberfluss Wintervorräte an. Vorratskammern sind in ihrem Bau nicht vorgesehen. Da es keinen Winterschlaf hält, beginnt es zeitig im Herbst Depots anzulegen. Dazu sammelt es vor allem Samen, aber z. B. auch Pilze, die teils vergraben, in Baumhöhlen versteckt, bzw. in Rindenrissen oder Astgabeln festgeklemmt werden. Nüsse oder Eicheln werden bevorzugt so abgelegt, dass sie Wurzeln oder den Stamm eines Baumes berühren. Die Verstecke prägt sich das Eichhörnchen nicht ein, sondern sie werden durch Absuchen geeigneter Stellen nach vorgegebenen Suchmustern wieder gefunden, wobei der Geruchssinn eine wichtige Rolle spielt. Im Boden liegende Haselnusskerne riecht das Eichhörnchen aus 30 cm Entfernung. Oft kommt es vor, dass ein Eichhörnchen die Lage der Vorratskammer vergisst. Daher legt das einzelne Tier gleich mehrere an. Diese vergessenen Lager kann man manchmal im Frühjahr als Ansammlung von Eicheln, Haselnüssen oder Bucheckern entdecken   Das Sammeln ist als Instinkthandlung ererbt. Das ererbte Verhalten ist immer gleich: Loch scharren - Nuss ablegen - mit der Schnauze stoßen, Zuscharren und Festdrücken der Erde. Jeweils nach einigen Tagen Ruhe verlassen sie ihr wärmendes Nest, um nach Nahrung zu suchen. Je nach der Gegend, wo ein Eichhörnchen lebt, legt es mehr oder weniger viele Vorräte an. In Laubwäldern sind die Vorräte in der Regel wesentlich kleiner als in höher gelegenen Nadelwäldern.

Die Vorratsbunkerung

zeigt, wie problematisch für Eichhörnchen die Einflüsse der Witterung sind. Wenn es mal wärmer und sonniger als gewöhnlich, halten sie ausgiebigen Mittagsschlaf in ihrem Kobel und gehen dann bloß sehr früh am Morgen und abends umher, um sich zu versorgen. Noch unangenehmer für sie sind allerdings Regengüsse, Stürme, Gewitter und besonders Schneegestöber.

Damit Eichhörnchen den Winter gut überstehen, ist es wichtig, dass sie ausreichend Nahrung im Herbst finden um die Vorratslager zu füllen. Ist das nicht der Fall und es folgt ein strenger Winter, sind die Vorräte schnell aufgebraucht und viele der Tiere verhungern.

 

Abgefressene Tannzapfen, Fichtensprossen und «Ananasgallen»

Die Anwesenheit von Eichhörnchen ist leicht zu erkennen: Am Boden liegende Nahrungsreste geben unverwechselbare Hinweise auf Eichhörnchen (charakteristische Zahnabdrücke).

Im Frühjahr hinterlassen Eichhörnchen zudem Spuren, welche den Förstern nicht gerade sympathisch sind. Sie fressen Fichtenknospen ab und reißen junge Zweige herunter, die sie auf den Boden werfen. Manchmal benagen sie auch die Rinde von Bäumen (Fichte, Föhre, Lärche, Ahorn) um an das Kambium und den aufsteigenden Saft heranzukommen. Dabei ziehen sie die zarten Baumspitzen vor.

Ein Wolf im Schafs- respektive  Hörnchenpelz ?                                                                                            Eichhörnchen als "Triebtäter"

Es schneidet die jüngsten Triebe, an denen sich die von ihm bevorzugten männlichen Blütenknospen befinden, unterhalb des unteren Knospenquirls mit seinen scharfen Zähnen ab. Danach begibt sich das Eichhörnchen auf einen festeren Zweigsitz. Dort klaubt es mit einem seiner langen, spitzen Schneidezähne des Unterkiefers die Innereien der Knospe heraus, um sich daran gütlich zu tun. Nachher lässt es den Trieb zu Boden fallen. Der fleißige Baumakrobat schafft pro Minute bis zu drei Triebe. Demzufolge ist es nicht verwunderlich, dass es unter solch betroffenen Bäumen zu einer teppichartigen Anhäufung von Trieben kommt. Solche Triebverluste werden in der Fachliteratur als "Absprünge" bezeichnet, weil man früher glaubte, dass die Fichte die Triebe vor einem Samenjahr von sich aus abwerfe. Korrekterweise versteht man aber unter "Absprüngen" die durch Wind, Hagel oder gegenseitige Reibung der Bäume abgeschlagenen Triebe, die sich jedoch in Form und Größe von den durch das Eichhörnchen abgebissenen Trieben unterscheiden und unversehrte Knospen aufweisen. Vielfach ist es für das Eingehen ganzer 10- bis 20jähriger (vor allem Lärchen-) Bestände verantwortlich, indem es die Rinde (es leckt dabei auch den Baumsaft) bis ins Kambium abnagt.

 

 

Das niedliche und zugleich muntere Eichhörnchen ist keineswegs so harmlos wie es scheint. Kaum jemand weiss,  dass ein Eichhörnchen täglich mehr als 600 Fichtentriebe abbeißen kann. Diese liegen dann wie ein Teppich auf dem Waldboden.

 

 

 

Soviel frisst ein Eichhörnchen pro Tag

Eichhörnchen sind im Prinzip Allesfresser; ihr Speisezettel richtet sich in erster Linie nach dem Angebot in ihrem Revier. Samentragende Bäume sowie junge Rinde sind dabei unerlässlich. Fehlen sie, werden Eichhörnchen auch bei sonst reichem Angebot kaum sesshaft. Wegen der Rindenbeschädigung wird den Eichhörnchen oft ein negativer Einfluss auf junge Baumpflanzungen nachgesagt. Dies wird aber vor allem dann passieren, wenn der Verlust von Früchtetragenden Altbäumen zum Ausweichen auf Knospen und Rinde zwingt. Ansonsten frisst das Eichhörnchen Insekten und deren Larven, auch Blattläuse, Ameiseneier. Samen, Knospen Zweige, Bucheckern, Fichtensamen, und andere Pflanzenteile, vor allem Gallen werden auch wegen der darin enthaltenen Einmieter oder Schädlinge befressen (Scheinfraß) Ein Eichhörnchen verzehrt täglich - in Abhängigkeit von Größe und Jahreszeit - 35-80 g Futter. Dabei kommen die Tiere im Frühjahr auf 80 g pro Tag, im Sommer auf 55, im Herbst auf 70 und im Winter auf nur 35 g pro Tag. Im Tageslauf fressen Eichhörnchen vor allem gegen Ende ihrer Tagesaktivität, obwohl sie bereits morgens emsig auf Futtersuche sind.
Erstaunlicherweise sind manche Giftpflanzen für Eichhörnchen unschädlich. So nehmen sie die hochgiftigen Eibenbeeren schadlos auf, während zwei bittere Mandeln ausreichen, um es zu töten. An blutenden Eichen und Birken sind Eichhörnchen beobachtet worden, wie sie den oft in alkoholische Gärung übergegangen Saft in einem berauschenden Zustand auflecken.  

   

Was das Futter betrifft

Ein wichtiger Bereich ist die richtige Zusammensetzung von Körnerfutter. Aber die beste Zusammensetzung des Futters nützt nichts, wenn die Saaten alt und überlagert sind, da sie dann einen Großteil der Nährstoffe (speziell Vitamine) verloren haben. Es ist wichtig, beim Futterkauf die Qualität des Futters nicht nur auf die Inhaltsstoffe, sondern auch in Bezug auf ihre Frische zu überprüfen. So mag es einleuchtend sein, dass jedes Tier das erhält, was es braucht, was ihm schmeckt und seiner Gesundheit zuträglich ist. Aber ich habe schon Eichhörnchen gesehen, die nur Papageienfutter bekamen (weil es billiger war!) und nun mit ihren Mangelerscheinungen kämpfen. Dabei ist es heutzutage leicht, gutes Futter zu bekommen und wer nicht gerade selbst von trocken Brot und Wasser lebt, der sollte auch für sein Tier das passende Futter erwerben können.

Vermeiden sie unbedingt eine einseitige...

... Ernährung welches sicher zum Erkranken des Tieres führt. Verwöhnen Sie Ihr Hörnchen nicht, indem Sie das Futter täglich erneuern, sie sollen auch mal fressen, was ihnen vielleicht nicht so gut schmeckt. Lassen Sie das Futter nicht länger als zwei Tage offen in der Futterschale liegen, es könnte ranzig werden oder verschmutzen. Die richtige Ernährung ist neben der Gehegegröße die wesentliche Grundlage für eine artgerechte Haltung. In vielen Fachbüchern wird dieses Thema leider unzureichend behandelt.

Die Nahrung erwachsener Eichhörnchen besteht aus:

Nüssen und Samen (Walnuss, Haselnuss, Vogelmiere / gesamte Pflanze, Breitwegerich / Blätter und Samen, Wiesen-Sauerampfer / Blätter und Samen, Bucheckern, Sonnenblumenkerne, Koniferensamen /Zapfen (Kiefernzapfen) Beeren Heidelbeeren, Brombeeren, Erdbeeren, Himbeeren, Rinde, Löwenzahnblätter,  Knospen und Triebe frischer Zweige.) Hagebutte oder Heckenrose. Das Fruchtfleisch ist äußerst vitaminhaltig. Man kann sie im halbreifen Zustand gut einfrieren, damit man sie auch im Winter füttern kann. Diese und einige andere Pflanzen können die bedenkenlos an unser Hörnchen verfüttert werden. Bitte nicht in der Nähe stark befahrener Straßen sammeln da diese stark mit Schadstoffen belastet sein können und nicht zum Verfüttern geeignet sind.

Weitere Nahrung für Hörnchen ist:

Obst: z.B. Apfel, Birne, , Melone Gemüse: Möhre, frische Maiskolben, Haferflocken, Salat und Spinat, Zwieback und Knäckebrot.Erdnüsse nur sparsam, möglichst gar nicht füttern, sie sind nicht gerade gesund und sind noch dazu nicht selten mit Schimmel befallen. Außerdem sind sie draußen in Freiheit nicht zu finden.

Optimal ist es, wenn das Futter nicht alles im Napf angeboten wird, sondern teilweise verstreut wird. Somit lernt das Eichhörnchen, sich sein Futter zu suchen und hat gleichzeitig weniger Langeweile.

 

Beim Kauf von Futter nehmen Sie sich Zeit einen guten Händler zu finden, da es große Preis- und Qualitätsunterschiede gibt.

 

Bei den hier abgebildeten Zirbel (Nüssen) handelt es sich um die große und kleine Sorte. Da diese Nüsse sehr teuer sind lohnt es sich gleich ein 25 kg Sack zu kaufen. Bei den Großen kommt es vor das viele taube Nüsse dabei sind. Ich kontrolliere vor Ort indem ich 10-20 Stück mit einer Zange öffne. Da die Tiere unterschiedlicher Meinung sind, füttere ich 50 zu 50% Bei den Kleineren habe ich noch keine Schlechten bekommen.

 

Beim Kauf von Sonnenblumenkernen verlangen Sie immer die Großen und drücken Sie ein paar Kerne zwischen den Fingern. Sie merken dann ob die Kerne leer oder voll sind. Auch hier lohnt sich der Kauf von 25 kg Säcken. Die Kerne werden nicht schlecht, wenn man diese trocken im Keller lagert. Ich mische diese wie folgt: zwei Teile weiß ein Teil gestreift.

 

 

 

Beim Kauf von Mais gibt es nur den einen Tipp. Die Taubenzüchter haben eine sehr gute Maissorte da diese luftgetrocknet wird. Dieser schrumpft nicht zusammen. Er ist reich an ungesättigten Fettsäuren und enthält außerdem Fett, Vitamine und Mineralstoffe.

 Vorsicht mit der Menge beim Mischen oder Füttern vor allem frischer Mais fördert das Risiko von Durchfall.

 

Beim Kauf von Haselnüssen nehmen

 

Sie nicht die Großen, da die Tiere sie kaum ins Maul bekommen und diese nicht wegtragen können.

 Meistens sind diese auch noch gewachst um schöner auszusehen.

 

 

 

In den meisten Städten stehen an vielen Straßen die Baumnüsse

 

(Die Knollen sehen aus wie Kastanienknollen) In jeder Knolle sind ca. 6-9 Nüsse die ausgetreten werden können. Haselnüsse von der Baum-Hasel oder auch Türkischen Hasel (Corylus colurna) .

Die Baumhasel-Haselnuss sieht, da die Fruchthüllen stark geschlitzt sind, auf den ersten Blick den “normalen” Haselnüsse gar nicht so ähnlich, die Nüsse an sich sind aber mehr als eindeutig Haselnüsse. Sehr schön finde ich diese Fruchtstände und die Bäume, die bis 20 Meter hoch werden können, dazu! Die Nüsse vom Haselnuss-Baum Corylus colurna kann man wie andere Haselnüsse essen. Die Baum-Hasel bildet einen Stamm mit einer steilen, pyramidenförmigen Krone aus, ist stets baumartig, bis 20 m hoch. Sie besitzt herzförmige, spitze, doppelt bis gelappt gesägte Blätter. Die Früchte stehen gedrängt und sind von einer vielfach geschlitzten, aber nur wenig längeren Hülle umgeben. Sie bildet in Unterösterreich, Ungarn und im Banat ganze Bestände, aber ihre Nüsse sind weniger schmackhaft als die der anderen Arten. Die im Vergleich zur Gemeinen Hasel (C. avellana) etwas kleineren Nüsse reifen in aus 5 bis 6 Nüssen bestehenden Fruchtständen mit krausen Hüllblättern. Das Holz ist lichtbraun und zur Herstellung von Möbeln und Schnitzereien sehr gesucht.

Aufgrund ihrer Robustheit und ihres schlanken Wuchses wird die Baum-Hasel in Mitteleuropa gerne als Straßenbaum gepflanzt.

 

 

 

Wallnüsse bitte nur 1-2 mal in der Woche und pro Tier max. zwei Stück füttern.

Vorsicht die Nüsse sind oft von innen mit Schimmel befallen.

 

 

Im Bild sind zwei von denen, die mit Schimmel befallen sind, zu erkennen.

 

 

 

 

 

Von diesen Katzentaps gebe ich jeden Tier 2-3 Stück am Tag. Diese Leckerchen

helfen einem, die Tiere an die Hand zu gewöhnen.

 

Änderung: 2011

Da die Firma Gimpet  die Katzentabs pur leider aus Ihren Programm genommen hat, habe ich auf diese
 Tabs umgestellt. Die mit Algobiotin wurden sofort von den meisten meiner Hörnchen angenommen.